Mediengalerie 2013

10 Jahre FBA-Infrastruktursymposium! Zu diesem besonderen Jubiläum durften wir erneut nationale als auch internationale Infrastrukturexperten  in den Sälen der Wirtschaftskammer Österreich begrüßen. „Grenzüberschreitende Mobilität- In Europa, für Europa“, unter diesem Generalthema wurde in 3 Panels und 4 Impulsreferaten über drängende infrastrukturelle Fragen diskutiert.

ZiB-Magazin sowie ZIB-Flash Moderator Mag. Gerhard Maier führte durch den Tag. Es wurde der neue Infrastrukturreport 2014 präsentiert, der heuer auch erstmals- passend zum Generalthema -ein Europakapitel aufweist. Außerdem wurde der „Red Arrow“, die Auszeichnung für besonderes infrastrukturelles Engagement, vergeben. In der Kategorie „Energie“ wurde Dipl.-Ing. Walter Boltz,  Vorstand Energie-Control Austria, Vice-Chair ACERs Regulatory Board, für sein nationales als auch europäisches Engagement, die Rahmenbedingungen für den Infrastrukturbereich „Energie“ weiterzuentwickeln, ausgezeichnet. Paul Blumenthal, ehem. Mitglied der Konzernleitung SBB und Leiter der Division Personenverkehr SBB, wurde für seine Verdienste mit dem „Red Arrow“ im Bereich „Verkehr“ ausgezeichnet. Besonderen Stellenwert für die Schweiz hat die Bahn, welche integriert geplant und laufend weiterentwickelt wird. In Blumenthals Ära als Leiter der Division Personenverkehr fielen wichtige Projekte und Maßnahmen  wie z.B. „Bahn 2000“, das Halbtaxabonnement und das Generalabonnement, die Verdichtung des Fahrplans und der Aufbau einer effizienten und modernen Kundeninformation. Der „Red Arrow“ in der Kategorie Lebenswerk ging an Prof. KommR. Mario Rehulka, ehem. Vorstand der AUA sowie Präsident des Österreichischen Luftfahrtverbandes. Unter seiner Führung wurde  zwischen 1993 und 2001 das Ost-Europa-Netz der AUA von 11 auf 36 ausgebaut, was wiederum eine wichtige Unterstützung für Österreichs Wirtschaft darstellt.

Nach der offiziellen Eröffnung des Symposiums durfte das Publikum gespannt dem Impulsreferat von Dr. Moritz Leuenberger, ehem. Schweizerischer Bundesrat sowie Bundespräsident der Schweiz a.D. lauschen. Dieser referierte über den Weg der Schweiz zu einem infrastrukturellen Best-Practice-Beispiel, wobei er die direkte Demokratie und die Beteiligung der Bevölkerung an Infrastrukturprojekten als wichtigste Faktoren betrachtet.

Weiter im Programm ging es mit der offiziellen Präsentation des neuen Infrastrukturreports 2014 durch den Initiator der Initiative Future Business Austria sowie Autor des Reports, David Ungar-Klein, Dr. Peter Hajek, Managing Partner, Peter Hajek Public Opinion Strategies GmbH, sowie Prof. DI Dr. Roland Falb, Managing Partner, Roland Berger Strategy Consultants.

Im Anschluss präsentierte Fehmi Mujota, Infrastrukturminister der Republik Kosovo, die derzeitigen infrastrukturpolitischen Vorhaben und Projekte Kosovos. Dabei fokussierte er sich vor allem auf die folgenden drei Projekte: Den Ausbau der Hochgeschwindigkeitsstraßen der Route 6 (Verbindung Pristina- Skopje), der Route 7 (Verbindung mit Albanien) sowie dem Ausbau des Flughafens in Pristina. Impulsreferat Nummer drei wurde von Stéphane Ouaki, Head of Unit Connecting Europe Infrastructure Investment Strategies, DG for Mobility and Transport der EU-Kommission, gehalten. Er ist für die Auswahl und Unterstützung grenzüberschreitender Infrastrukturprojekte in der EU zuständig und präsentierte daher unter anderem  Europakarten mit Straßenkorridoren, Flug- und Seehäfen, die zum TEN-T Projekt gehören.

Unter der Moderation von Prof. DI Dr. Roland Falb, Managing Partner bei Roland Berger Strategy Consultants, diskutierten hochrangige Politiker und Vertreter der Wirtschaft im Panel  „Strategie und Finanzierung: Infrastruktur braucht Perspektive“. Stéphane Ouaki, Head of Unit, Connecting Europe Infrastructure Investment Strategies, DG for Mobility and Transport, Europäische Kommission,  kritisierte vor allem die tendenziell rückgehenden infrastrukturpolitischen Investitionen in den europäischen Ländern. Dr. Klaus Schierhackl, Vorstandsdirektor der ASFINAG, bemerkte, dass das Straßensystem keine Subventionen durch den Staat brauchen würde, sondern über den Benützer finanziert werden sollte. Der ehemalige stellvertretende Premierminister des Fürstentums Liechtenstein, Dr. Martin Meyer, sprach unter anderem über gemeinsame Schienenprojekte mit Österreich und über die hohe Industrialisierungsquote des Fürstentums Liechtenstein. Fehmi Mujota,Infrastrukturminister der Republik Kosovo, betrachtet Infrastrukturinvestitionen als zentralen Wachstumsfaktor weshalb er die Infrastrukturinvestitionen auf 500 Millionen Euro erhöhen möchte sowie weitere Verhandlungen mit den Nachbarstaaten Albanien und Serbien forcieren möchte. Eine politisch stabile Umgebung sowie zügig durchgeführte grenzüberschreitende Verhandlungen stellen für Dr. Moritz Leuenberger, ehem. schweizerischer Bundesrat  und Bundespräsident der Schweiz a.D.,  die Grundpfeiler einer funktionierenden Infrastruktur in einem Land dar. Ing. Mag. Andreas Matthä, Vorstandssprecher der ÖBB –Infrastruktur AG, wünscht sich mehr Anerkennung und Bewusstsein für die Bedeutung und Möglichkeiten der Eisenbahn auf europäischer Ebene. Abschließend bemängelte Univ.-Prof. Dr. Bernhard Felderer, Präsident des österreichischen Staatsschuldenausschusses, hohe Steuern sowie das ständige Intervenieren bei Problemen durch den Staat als „Dämpfer“ der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Staaten.

Mag. Markus Pohanka, Leiter der externen Beziehungen der Austro Control GmbH, führte durch das Panel „Luftfahrt: Europa grenzenlos bewegen“. Europas Bemühungen um einen einheitlichen europäischen Luftraum (SES sowie SES 2+) sind von großer Bedeutung- sie werden jedoch nicht im gewünschten Tempo umgesetzt. Die Zukunft der Verkehrsinfrastruktur in den Nationalstaaten als auch auf europäischer Ebene sowie Leitideen der Luftfahrt waren grundsätzliche Themen über die in diesem Panel diskutiert wurden. Mag. Elisabeth Landrichter, Leitung der  Gruppe Luft, OZB, BMVIT,Dipl.-Ing. Dr. Franz Nirschl, Leiter der Stabstelle Safety Management und Flugsicherung beim BMVIT und Dr. Günther Ofner, Vorstandsdirektor (CFO) der Flughafen Wien AG waren als nationale Vertreter im Gespräch. Auf europäischer Ebene diskutierte Dr. Hubert Pirker, MEP sowie EU-Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr. Außerdem nahmen der diesjährige Red-Arrow Preisträger Prof. KommR. Mario Rehulka, Präsident des Österreichischen Luftfahrtverbandes sowie Dr. Heinz Sommerbauer,Vorstandsdirektor der Austro Control GmbH, am Gespräch teil.

Abschließend wurde im letzten Programmpunkt die Bedeutung und Zukunft von IKT- sowie ITS-Infrastrukturen erörtert. Unter der Leitung von Martin Szelgrad, Chefredakteur Energie Report, Telekommunikations & IT Report diskutierten Mag. Thomas Arnoldner, Vorstandsvorsitzender, Alcatel-Lucent Austria AG, KommR. Robert Bodenstein MBA CMC, Obmann der Fachgruppe UBIT, WKW sowie Mag. Wolfgang Ebner, Sektion V Informations- und Kommunikationstechnologie und E-Government, BMF. Weiters zählte auch der Geschäftsführer der AustriaTech, DI Martin Russ, der Vorsitzender des Lenkungsausschusses ITS Vienna Region, Dipl.-Ing. Bernhard Engleder sowie Landesrat NÖ, Jugend, Landeskliniken und öffentlicher Verkehr Mag. Karl Wilfing zu den Panelisten.

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