Mediengalerie 2012

Zum neunten Mal fand das Future Business Austria Infrastruktursymposium  in den Räumlichkeiten der Wirtschaftskammer Österreich statt. Unter dem Generalthema „Mobilität“ diskutierten hochkarätige Entscheidungsträger in 3 Panels und 4 Impulsreferaten mit 400 Gästen über drängende Fragen im Bereich Infrastruktur. „Die wichtigste Infrastruktur ist ein Symposium wie dieses hier“, stellte „Mr. Infrastruktur“,Dr. Moritz Leuenberger, ehem. schweizerischer Bundesrat für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation sowie Bundespräsident der Schweiz a. D., in seinem Impulsreferat fest.

Außerdem wurde der neue Infrastrukturreport 2013 präsentiert sowie der als “Infrastrukturoscar” bekannte Red Arrow vergeben.  In der Kategorie „Verkehr“ wurdeDI Bernhard Engleder, Initiator und Lenkungsausschuss-Vorsitzender der ITS Vienna Region, sowie Dr. Martin Meyer, Regierungschef-Stellvertreter des Fürstentums Liechtenstein, und Univ.-Prof. Dr. Bernhard Felderer, Präsident des österreichischen Staatsschuldenausschusses für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Durch den Tag führte ORF-Moderatorin Yvonne Lacina.

Panel I: Standortfaktor Infrastruktur

Univ. Prof. Dr. Bernhard Felderer, Präsident des österreichischen Staatsschuldenausschusses, beantwortete die Eingangsfrage, ob Österreich genügend Geld für Infrastrukturinvestitionen aufbringen kann, eindeutig mit „ja“, jedoch beteuerte er, dass dieses oft falsch eingesetzt wird.  Dipl. Ing. Walter Boltz, Vorstand der Energie-Control Austria; Vice Chair, ACERs Regulatory Board, stimmte dieser Meinung überein und führte dies vor allem auf die oft zu komplizierten und langen Genehmigungsverfahren zurück. Dipl.-Bauingenieur ETH Gerald Marxer, Vorsitzender der Geschäftsleitung, Liechtensteinische Kraftwerke, sprach über den niedrigen Eigenversorgungsgrad mit Energie des Fürstentums Liechtenstein und den daraus resultierenden notwendigen Energieimport. Liechtenstein stecke auch deshalb in einer „Zwickmühle“ in seiner Orientierungspolitik, da sich das Fürstentum einerseits an Europa, andererseits jedoch an der Schweiz orientiere. „Man hat nicht nur keine Strategie, man hat auch nicht den politischen Willen und das Leadership“, für dieses Eingangsstatement bekommt der Bundesspartenobmann für Transport und Verkehr der Wirtschaftskammer Österreich,  Ing. Mag. Alexander Klacska, zugleich tosenden Applaus.

Der Vorstandssprecher der ÖBB, Ing. Mag. (FH) Andreas Matthä erklärt anschließend den Inhalt des „Zielnetzes 2025“: Die Umsetzung des integrierten Taktfahrplans so wie dieser in der Schweiz bereits umgesetzt wurde. Abschließend spricht Dr. Moritz Leuenber, ehem. schweizerischer Bundesrat und Bundespräsident der Schweiz a.D., über den Ausbau der Infrastrukturen in der Schweiz und, dass diese wohl kein privater Eigentümer durchgeführt hätte.

Panel II: Smart Mobility

Unter der Moderation von Johannes Tomsich, Chefredakteur der Zeitung „Verkehr“, wurde dieses Panel geführt.  Jeannine Pilloud, Leiterin Personenverkehr, Mitglied der Konzernleitung, Schweizerische Bundesbahnen SBB, erklärte, dass es nicht Aufgabe des Staates sei, ein Verkehrsmittel als „gut“ oder „schlecht“ zu bestimmen, sondern, dass ein ausgeglichenes System gefunden werden muss indem die optimalste und effektivste Verteilung von Bedeutung ist. „Städte sind generell die effizienteste, räumliche Organisationsform, die uns zur Verfügung stehen.“, argumentierte DI Thomas Madreiter, Abteilungsleiter, MA 18 – Stadtentwicklung und Stadtplanung der Stadt Wien, in seinem Eingangsstatement. Trotz Kundenzufriedenheitswerten von weit über 90% bei den Wiener Linien und Echtzeitinformationen an den Haltestellen sowie im Internet  ist Wien trotzdem auch noch eine attraktive „Autofahrer-Stadt“. Dies erläuterteDI Günter Steinbauer, Vorsitzender der Geschäftsführung sowie Geschäftsführer für den technischen Bereich der Wiener Linien.  Prof. KR Mario Rehulka, Präsident des Österreichischen Luftfahrtverbandes, sprach zuerst über die Eindämmung der CO2-Emmissionen von Flugzeugen sowie über die immense Bedeutung des Flugverkehrs: Etwa 1/3 des Welthandels wird mit dem Flugzeug abgewickelt, es ist für den kulturellen Austausch von großer Bedeutung sowie eines der sichersten Verkehrsmittel. Anschließend beschrieb Mag. Markus Pohanka, Leiter der Externen Beziehungen der Austro Control, die generellen Aufgaben der Austro Control sowie die Chancen des Hub Wien als Mittelpunkt von Europa. Mag. Markus Gansterer, zuständig für den Bereich Verkehrspolitik bei der VCÖ, sorgte abschließend mit seinem Plädoyer für die Beschränkung des Flugverkehrs für Privat- als auch beruflich Reisende für Entrüstung.

Panel III: ITS von der Forschung zur Anwendung

Moderator Paul Forstreiter, Vorstandsvorsitzender der SWARCO AG, führte durch das letzte Panel des Tages. Thomas Alexander Ruthner, Leiter der ORF Verkehrsredaktion, Ö3, erklärte zu Beginn die Kooperation der Ö3 Verkehrsredaktion mit der ASFINAG. DI Oliver Schmerold, Generalsekretär des ÖAMTC, betonte im Anschluss die Bedeutung der Intermodalität und erzählte über zukünftige noch „buntere und verschränktere Mobilitätsformen“. Dipl.-Ing. Martin Russ, Geschäftsführer der AustriaTech, ist wiederum der Meinung, dass Forschung und Entwicklung nicht ausreichen, gute Lösungen und Services auch auf europäischer Ebene sind wichtig. „Durch die Einführung der LKW-Maut konnten sehr viele Einnahmen getätigt werden und der Wirtschaftsstandort Österreich ist- wie einige befürchteten- nicht zugrunde gegangen.“, betonte DI Bernhard Engleder, Vorsitzender des Lenkungsausschusses ITS Vienna Region; Abteilungsleiter MA 28 – Straßenverwaltung und Straßenbau der Stadt Wien. Dr. Josef Fiala, Geschäftsführer der ASFINAG Service GmbH, fügte dabei noch hinzu, dass durch die Mauteinnahmen mehr Investitionen in intelligente Systeme und moderne Infrastrukturen ermöglicht wurden und der Hauptprofiteur die heimische Wirtschaft ist.

Außerdem wurden 4 Impulsreferate von Dr. Moritz Leuenberger, ehem. schweizerischer Bundesrat (Minister) für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation und Bundespräsident der Schweiz a. D., Dr. Martin Meyer, Regierungschef-Stellvertreter, Fürstentum Liechtenstein, Jeannine Pilloud, Leiterin Personenverkehr, Mitglied der Konzernleitung, Schweizerische Bundesbahnen AG sowie Bernhard Engleder, Vorsitzender des Lenkungsausschusses ITS Vienna Region; Abteilungsleiter MA 28 – Straßenverwaltung und Straßenbau der Stadt Wien, abgehalten.

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